Neuerscheinungen 2022

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Felix Brahm

Merchandise of Power. Der Waffenhandel zwischen Europa und Ostafrika (1850-1919).

Erscheint am 22.06.2022

Merchandise of Power. Der Waffenhandel zwischen Europa und Ostafrika (1850-1919)

In Merchandise of Power thematisiert Felix Brahm die Entwicklung des Waffenhandels zwischen Ostafrika und Europa in der Zeit von 1850 bis 1919. Der Handel mit Feuerwaffen wächst ab den 1850iger Jahren rasant an. Vorderlader und Pulver werden in den kommenden Jahrzehnten zu den umsatzstärksten Importartikeln Ostafrikas. Diese Entwicklung ist für viele Konfliktfelder zwar nicht ursächlich, leistete ihnen aber Vorschub. Sei es die Militarisierung der Karawanen, die Ausdehnung des Sklavenhandels oder die Zunahme der kommerziellen Elefantenjagd: Waffenhandel und Waffenkontrolle gründen sich auf vorkoloniale Praktiken und werden zu mächtigen Werkzeugen der deutschen und britischen Herrschaft in der Region. Der Transfer von Feuerwaffen ist ein willkommenes Mittel, um Loyalitätsbeziehungen zu knüpfen und gleichzeitig Abhängigkeitsverhältnisse zu begründen. Die vielerorts stark umkämpfte Kontrolle des Waffenhandels wird zur Voraussetzung für politische Autorität.

Der Historiker Felix Brahm hat die Verknüpfungen der afrikanischen und europäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts zum Schwerpunkt seiner Lehr- und Forschungstätigkeit gemacht. In diesem Buch rekonstruiert er, wie lokale und globale Faktoren bei der rapiden Entwicklung dieses neuen Waffenmarkts ineinandergreifen und zeigt auf, dass der Handel mit Feuerwaffen im vorkolonialen Ostafrika schnell zur Triebkraft eines gewaltigen Globalisierungsprozesses wird. Ein faszinierender Einblick in ein Kapitel der ostafrikanischen Geschichte, das einen Grundstein für die spätere Durchsetzung kolonialer Herrschaft legt.


Deutschland, deine Kolonien - Geschichte und Gegenwart einer verdrängten Zeit

Deutschland, deine Kolonien - Geschichte und Gegenwart einer verdrängten Zeit

Herausgeber: Eva-Maria Schnurr und Frank Patalong

Erscheint am 16.05.2022

Ja, auch Deutschland war eine Kolonialmacht. Und zwar nicht nur auf dem afrikanischen Kontinent, sondern auch im fernen China und in Ozeanien. Doch die koloniale Vergangenheit der Deutschen wird bis heute in der öffentlichen Debatte kaum wahrgenommen oder gar diskutiert. Dieses Buch beleuchtet das historische Erbe einer sorgfältig verdrängten Zeit und beschreibt, warum diese Rolle Deutschlands schlimme Folgen hat, die bis heute spürbar geblieben sind. Und es zeigt auf, dass eine entscheidende Grundlage für die Ausbeutung der Kolonien der Rassismus war.

Beispielhafte Schicksale und Berichte von Zeitzeugen bringen dem Leser die Verbrechen der Deutschen als Kolonialmacht erschrecken nahe. Wie erging es den Einheimischen nach der Besetzung ihrer Länder? Wie wurden sie von den Missionaren behandelt? Und wie haben sie sich gegen die Besatzer gewehrt? Dieses Buch ist eine eindrückliche Aufforderung, sich mit der deutschen Kolonialzeit und ihren Folgen zu befassen.

Die promovierte Historikerin Eva-Maria Schnurr ist Herausgeberin zahlreicher Spiegel-Bücher. Seit 2013 ist sie als Spiegel-Redakteurin tätig und seit 2017 verantwortlich für die Heftreihe Spiegel Geschichte. Frank Patalong ist studierter Publizist und Politologe. Er war als freier Journalist bei Zeitung und Hörfunk tätig. Der frühere Leiter der Netzwelt von Spiegel Online gehört seit 2019 zu Spiegel-Geschichte-Ressort.


Sören Sieg

Oh, wie schön ist Afrika! Couchsurfing auf dem bunten Kontinent.

Oh, wie schön ist Afrika! Couchsurfing auf dem bunten Kontinent.

Erscheint am 09.05.22

Subsahara-Afrika ist ein Ort, der europäische Besucher immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Vielleicht ist es sogar genau der Ort auf diesem Planeten, den wir westlich geprägten Menschen am allerwenigsten kennen oder verstehen. Bestsellerautor Sören Sieg hat die Herausforderung angenommen und in acht verschiedenen Ländern auf den Couchen von 24 Gastgebern unvergleichliche Erfahrungen gesammelt. Und nun ist er bereit, sein Wissen zu teilen.

Wie nur erklärt man einer Kirchengemeinde in Afrika, warum man vegan leben möchte? Wie überzeugt man einen Fahrer des Motoradtaxis, dass er doch besser die Gegenfahrbahn verlässt? Und welche Worte sollte man für einen Soldaten finden, der mit vorgehaltener Waffe sein Bestechungsgeld fordert? Subsahara-Afrika ist überraschend, wunderschön, magisch - und vor allem extrem unterhaltsam.

Der freie Autor und Komponist Sören Sieg nimmt uns mit auf seine Reise. Mit ihm gemeinsam finden wir heraus, wie man unterwegs nicht nur einen Job und ein Bier, sondern auch den Sinn des Lebens finden kann. Ob Hochzeit oder Beerdigung, im Moskitoschwarm oder im Tonstudio, im abgelegenen Dörfchen oder der chaotischsten Großstadt: Seine abwechslungsreichen und teils unglaublichen Erlebnisse handeln von Menschen, deren Witz, Optimismus, Energie und Mut uns alle beeindruckt. Das unterhaltsame und kurzweilige Buch wird abgerundet durch einen 16-seitigen vierfarbigen Bildteil.


Danke, Afrika! Was ich zwischen Dschibuti und Marokko fürs Leben lernte.

Lena Wendt

Danke, Afrika! Was ich zwischen Dschibuti und Marokko fürs Leben lernte

Erscheint am 07.04.22

Lena Wendt ist schon immer von Afrika begeistert. Sie hat in zwölf Jahren 25 afrikanische Länder bereist und weiß mit einer großen erzählerischen Kraft davon zu berichten. In diesem Buch nimmt sie den Leser erneut mit auf eine ganz besondere Reise. Anfang 2020 strandet Sie nämlich aufgrund der weltweiten Pandemie in Marokko, das ihr zur neuen, geliebten Heimat wird. Jetzt erzählt sie ihren Lesern sehr lebendig von ihren ersten, recht naiven Schritten auf dem Kontinent Afrika. Sie berichtet auf mitreißende Weise von skurrilen Begegnungen und oftmals auch verstörenden Erlebnissen zwischen Nouadhibou und Dschibuti. Und von den alltäglichen Momenten des Glücks, die ihre neue Wahlheimat Marokko ihr beschert. Doch gibt es auch unglaublich viele Herausforderungen zu bewältigen, wenn man sich in einem fremden Land inmitten einer ebenso fremden Kultur ein neues Leben aufbauen möchte. Ihre tiefen Begegnungen mit anderen Menschen und ihre humorvoll-kritische Selbstreflexion, die immer ehrlich bleibt, machen "Danke, Afrika!" zu einer besonders intensiven und sehr unterhaltsamen Lektüre.

Lena Wendt absolviert nach ihrem Journalistik-Studium ein Praxissemester in Südafrika. Seit dieser Erfahrung spart sie jede Überstunde und jeden Urlaubstag, um soviel Zeit wie möglich auf dem afrikanischen Kontinent zu verbringen. 2014 lässt sie Wohnung und Job hinter sich und fährt mit ihrem damaligen Freund und einem ausgebauten Landrover zwei Jahre durch Westafrika. Seit 2020 baut sie sich in Marokko eine neue Existenz auf.


A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia

Roseanne A. Brown

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia

Erscheint am 01.04.22

Mit ihrem Roman A Song of Wraiths and Ruin begeistert die aus Ghana stammende New-York-Times-Bestsellerautorin Roseanne A. Brown mit einer fulminanten Fantasy-Geschichte. Ihre von Westafrika inspirierte Fantasy-Welt versteht es, auf allen Ebenen zu begeistern: romantisch, mythisch und modern.

Im Königreich Sonande findet alle zehn Jahre das berühmte Solstasia-Turnier statt. Um diesem Wettstreit der Besten beizuwohnen, kommen alle Nationen des Reiches zusammen. Doch die junge Königin Karina verfolgt ihr eigenes Ziel: Sie braucht ein Königsherz, um ihre Mutter wiederzubeleben. Also verspricht sie dem Gewinner des Turniers ihre Hand.

Gleichzeitig betritt Malik die Hauptstadt Ziran. Er reist mit seinen zwei Schwestern und ist erfüllt von der Hoffnung auf ein Leben ohne Gewalt. Doch seine Freude auf die Festlichkeiten findet ein jähes Ende, als ein rachsüchtiger Geist sich seiner kleinen Schwester bemächtigt. Sein Preis für ihr Leben ist das Leben von Königin Karina. Doch um sie töten zu können, muss Malik das Turnier gewinnen.

Eine trauernde Kronprinzessin und ein verzweifelter Flüchtling, die ihre Ziele nur dann erreichen, wenn sie einander töten - A Song of Wraiths and Ruin ist eine actionreiche Geschichte über Magie, Romantik und tiefe Ungerechtigkeit. Ein atemberaubendes Fantasy-Debüt!




PORTO- FREI Rufe aus der Vergangenheit . Von Frauen geführte Versklavtenaufstände. Eine Graphic Novel

Rebecca Hall, Hugo Martínez

Rufe aus der Vergangenheit. Von Frauen geführte Versklavtenaufstände.

Erscheint am 11.03.22

Diese eindringlich illustrierte Graphic Novel erzählt die persönliche Geschichte der Autorin Rebecca Hall. Die promovierte Historikerin und Juristin hat sich auf Geschichten zu den Themengebiet Race, Geschlecht, Widerstand und Recht spezialisiert. In Rufe aus der Vergangenheit begibt sie sich als Enkelin von Versklavten auf eine leidenschaftliche Spurensuche. Sie beschäftigt sich intensiv mit jedem Fetzen zur Geschichte von Versklavtenaufständen, den sie findet. Sie recherchiert in New York, Liverpool und London und findet alte Gerichtsakten, sorgfältig geführte Logbücher von Versklavtenschiffen, historische Schriftstücke und spannende Korrespondenzen auf brüchigem Papier. Und überall entdeckt sie bei dieser Suche Frauen, die gegen ihre Versklavung Widerstand geleistet haben - oftmals in verstecken Hinweisen zwischen den Zeilen.

Rebecca Hall nutzt ihre historische Vorstellungkraft für eine Rekonstruktion der Vergangenheit. Sie erweckt die Anführerinnen von Versklavtenaufständen in New York in den Jahren 17108 und 1712 zum Leben und erzählt von den Frauen Adono und Alele, die während ihres Transports über den Atlantik gute fünfzig Jahre später verzweifelt um ihre Freiheit kämpften. Aber auch ihre persönliche Geschichte im Kielwasser der Versklavung ihrer Vorfahren fließt in die Erzählung ein. Die eindrucksvollen Illustrationen der Graphic Novel stammen von Hugo Martinez, der sich auf die Darstellung von Geschichten über Identität, Kämpfen und Resilienz spezialisiert hat.


Michel Leiris

Phantom Afrika (von Dakar nach Djibouti, 1931-1933)

Phantom Afrika. (von Dakar nach Djibouti, 1931-1933)

Erscheint am 11.02.2022

In dieser durchgesehenen und erweiterten Neuauflage kann der Leser Michel Leiris neu entdecken: Als freimütigen Kronzeugen kolonialer Raubkunst. Tatsächlich gibt es kaum einen anderen Autoren, der die Praxis der "Rettung durch Raub" - also die Aneignung von afrikanischen Objekten durch Ethnografen - so unverblümt aus der Täterperspektive schildert. Aufgrund seiner Enthüllungen wird der Autor durch die Ethnologen auch zuerst als unseriöser Literat verunglimpft, bevor "Phantom Afrika" dann zum Vorbild für eine experimentelle Ethnografie erklärt wird. Als Sekretär der staatlich finanzierten und inzwischen legendär gewordenen Forschungsreise von Dakar nach Djibouti in den Jahren 1931 - 1933 bietet Michel Leiris in seinem Tagebuch absolut grundlegende Einsichten in die Paradoxien der kolonialen Feldforschung. Beeinflusst von Surrealismus und Psychoanalyse berichtet der Autor schonungslos von seinen kolonialistischen und exotischen Vorstellungen und seziert einem Wissenschaftler gleich seine Obsessionen und Widersprüche. Erst diese Erfahrung hat aus Leiris einen Antikolonialisten gemacht. So geht der Leser gemeinsame mit einem weißen europäischen Mann auf eine Reise, die mit der Suche nach Grenzerfahrungen in Afrika beginnt und mit einer Auseinandersetzung mit den inneren Dämonen endet.

In den achtziger Jahren durch die Ethnoboom-Generation zum Kultbuch erhoben war die deutsche Übersetzung lange Jahre vergriffen. Diese Neuauflage ist durch Briefe von Leiris an seine Frau erweitert. Sie macht das epochale Zeugnis der Widersprüche des Kolonialismus endlich wieder verfügbar.


Mein Leben für die Hexenkinder. Berufen zu den verstoßenen Kindern Nigerias

Maïmouna Obot

Mein Leben für die Hexenkinder. Berufen zu den verstoßenen Kindern Nigerias

Erschienen am 14.01.22

Nigeria ist das Herkunftsland ihres Vaters - doch Maïmouna Obot hätte nicht gedacht, dass sie selbst eines Tages dorthin reisen würde. Bis sie auf eine erschreckende Reportage stößt: Sogenannte Hexenkinder werden in diesem Land gequält und aus der Gesellschaft ausgestoßen. Sie werden zu hilflosen Opfern einer Gesellschaft, die durch Gewalt traumatisiert ist und durch religiöse Verblendung, soziale Ungerechtigkeit und Irrlehren geleitet wird. Maïmouna Obot macht sich auf nach Nigeria, um diesen unschuldigen Kindern zu helfen. Sie will ihnen eine neue Geschichte geben, die überall gehört werden kann. Diese Geschichte erzählt von Träumen, Hoffnung und einem tiefen Glauben an eine bessere Zukunft. Dieses zutiefst bewegende Buch erzählt von vier Jahren, in denen Gott viel veränderte - nicht nur im Leben der Autorin, sondern auch in dem der Hexenkinder.

Maïmouna Obot studierte in Tübingen, Amsterdam und Madrid Jura. Die Volljuristin arbeitete als Oberregierungsrätin bei einer Bundesbehörde und studierte an der Columbia Universität nebenberuflich Culture and Theology. Im Jahr 2017 gründet sie den Verein Storychangers e.V., der sich gegen die Verfolgung sogenannter Hexenkinder in Nigeria engagiert. Sie leitet unter anderem theologische Seminare zu Dämonologie und Kindesentwickung für Pastoren und unterstützt nigerianische Kinderheime.