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Transit Verlag

Lomé – Der Aufstand

Lomé – Der Aufstand

Roman

Autor: Nix, Christoph

160 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Beschreibung:

Ein genauer, aufschreckender Blick auf Facetten und Strukturen afrikanischer Macht- und europäischer Außenpolitik und deren Kumpanei mit knallharten wirtschaftlichen Interessen.

Lomé, Hauptstadt von Togo. Der deutsche Schauspieler Hans Keuthen wird bestialisch ermordet. Michael Menz, der viele Theaterprojekte mit ihm in Togo initiiert hat, fliegt in das afrikanische Land, um herauszufinden, wer hinter der Tat steckt. Der Verdacht, der Schauspieler sei von radikalhomophoben Militärs umgebracht worden, stellt sich als falsch heraus. Während seiner gefährlichen Recherchen gerät Menz immer tiefer in die Struktur des diktatorischen togoischen Regimes, aber auch an Netzwerke französischer Industrieller und deutscher Stiftungen, die auf Franz-Josef Strauß zurückgehen. Schließlich stößt er auf eine alte, aber unvergessene Geschichte, die mit dem Besuch des damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke im Jahr 1966 zusammenhängt – Lübke weigerte sich, dem damaligen Präsidenten, von dem man wusste, dass er seinen demokratisch gewählten Vorgänger umbringen ließ, die Hand zu geben.
Die Umstände, wie Menz es schafft, mithilfe Oppositioneller, die in Togo einen Aufstand planen, die Verantwortlichen für den Mord ausfindig zu machen, werfen ein erschreckendes Bild auf bestimmte Facetten und Strukturen aktueller afrikanischer Macht- und europäischer Außenpolitik und deren Kumpanei mit knallharten wirtschaftlichen Interessen. Und bieten gleichzeitig einen Eindruck von einem freien und hoffungsvollen afrikanischen Leben.

Pressestimmen:

Jetzt legt Nix wieder ein Buch vor, das uns mit den kulturellen und politischen Besonderheiten eines von ihm mehrfach besuchten Staates vertraut macht … Dabei scheut sich der Autor ansonsten nicht, Ross und Reiter mit Klarnamen zu benennen, etwa wenn es darum geht, die Verstrickungen des einstigen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß sowie der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung in die Machenschaften der togoischen Regierung zu thematisieren … Was auf den ersten Blick nach einem Übermaß an historischen Verweisen, kulturellen Hintergründen und wilden Spekulationen aussieht, wird durchaus geschickt zu einem lehrreichen Porträt der Region verknüpft. Wie schon in »Muzungu« wirkt Nix’ Stil betont sachlich, mitunter etwas spröde. Das muss nicht von Nachteil sein: Der Kitsch-Falle jedenfalls entgeht dieses Buch souverän.
Johannes Bruggaier Südkurier, 11. März 2020


»Großartig, wie Nix mit karger Prosa die Spannung Seite um Seite anzieht, dabei Wissenswertes zu Land, Leuten und Politik einflicht und auf sämtliche Klischees verzichtet.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung


Der Roman erzählt knapp, mit schnellen Sätzen von Togo, der dort herrschenden Familie und der Komplizenschaft deutscher Politiker und Institutionen. Noch immer haben die ehemaligen französischen Kolonialisten ihre Finger im Spiel, noch immer geht es ihnen ums Geschäftemachen. Nix nimmt kein Blatt vor den Mund, erzählt auch davon, wie sich Widerstand formiert.. Viel Hoffnung, dass Studenten- oder andere Proteste schnell zum Erfolg führen werden, macht uns der Autor allerdings nicht.
Sylvia Staude Frankfurter Rundschau

Lesung:

MUZUNGU

Muzungu

Roman

Autor: Nix, Christoph

208 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Beschreibung:

Liv Utstedt, die sich in Uganda bei »Ärzte ohne Grenzen« engagiert, wird tot im Haus des schwedischen Kulturattachés in Kampala aufgefunden. Sie wollte die Welt aufrütteln. Unerträglich war ihr das Versagen der ugandischen Regierung gegenüber der Lord’s Resistance Army, die Korruption und der Machtmissbrauch. Die Spur ihrer Mörder führt zurück in die 1980er Jahre, als sie eine Affäre mit dem damals im schwedischen Asyl lebenden jetzigen Präsidenten hatte – in dem Jahr, als Olof Palme, ihr Vorbild im Kampf gegen die Apartheid, erschossen wurde…

Pressestimmen:

… ein politischer Kriminalroman mit Chuzpe. Nix will nicht weniger als der Wahrheit auf die Spur kommen – in diesem Kriminalfall dem Versagen Europas in Afrika. In «Muzungu» trifft europäische Politik auf afrikanische Entwicklungsgeschichte … Der Roman hat Verve und Witz, und er ist glaubhaft der Lebensrealität in Uganda verpflichtet. Am Schönsten aber ist: Der Autor streut seine lokalen Kenntnisse und sein Wissen über die diplomatischen Dienste Deutschlands leicht und nebensächlich ein. Seine Prosa ist frei von verführerischer Bukolik, sie ist sogar sparsam, spartanisch und so geschrieben, als würde die direkte Rede direkt auf dem Papier gelandet sein.
Daniele Muscionico NZZ Neue Zürcher Zeitung


… Christoph Nix ist ein ambitionierter Kriminalroman gelungen, thematisch brisant, sprachlich überzeugend, dramaturgisch klug arrangiert, effektsicher montiert. Und mit einer grandiosen Volte am Ende, die die Vorbemerkung aufnimmt. Ganz großes Erzählkino!
Hartmut Buchholz Badische Zeitung


… ein schöner Ausbruch aus den Konventionen seiner Profession … Nix steigert die Spannung mit seiner unverschnörkelten Prosa von Kapitel zu Kapitel. Immer wieder baut er Exkurse ein, in denen man Land und Leute kennenlernt. Der Roman läuft nicht auf das gewöhnliche Klischee-Kolorit von Armut, Korruption und Krankheit hinaus. Im Gegenteil, es wird so facettenreich erzählt, dass das Buch auch krimiferne Leser bis zum Schluss zu fesseln vermag.
Simon Strauss Frankfurter Allgemeine Zeitung


… eine spannungsgeladene Erzählung, die im dramaturgischen Aufbau zwar dem genreüblichen Schnittmuster entspricht, im Grunde aber der gesellschaftlichen wie politischen Betrachtung dient. »Muzungu« erinnert ein wenig an Mankell …
Göttinger Allgemeine Zeitung